Verschwindet die Lehmkaul jetzt in der Versenkung?

Kommunales

Niederberger Kommunalpolitiker fordern die Wiederaufnahme in den
Haushaltsplan
Soll die Lehmkaul still und heimlich begraben werden? Dieser Eindruck drängt
sich auf, taucht der Bebauungsplan 171a (Lehmkaul links) im HaushaltsEntwurf für das Jahr 2016, der jetzt im Stadtrat eingebracht wurde, doch gar
nicht mehr auf. Darauf weisen die Vorsitzende der Niederberger SPD, Ines
Lindemann-Günther, und ihr Pendant von der CDU, DirkMettlergemeinsam
hin.
"Es ist schier unglaublich," beklagt Ines Lindemann-Günther, "da werden die
Menschen in Niederberg über 15 Jahre hingehalten und dann lässt man das
Projekt einfach so in der Versenkung verschwinden."


Dabei hofft man in Niederberg nach wie vor auf das lang ersehnte Baugebiet.
"Im Rahmen der alljährlichen Sammlung für den Niederberger St.-Martin-Zug
wurden wir immer wieder nach dem Sachstand bezüglich des geplanten
Baugebiets gefragt. Dabei ist eine große Verärgerung in der Bevölkerung zu
spüren. Die Bürgerinnen undBürger fühlen sich zunehmend verschaukelt und
nicht mehr ernst genommen," berichten Ines Lindemann-Günther und Dirk
Mettler unisono.
Hinzu kommt noch der steigende Bedarf an Wohnraum, nicht zuletzt aufgrund
der aktuellen Migrationsbewegungen. "Koblenz ist eine wachsende Stadt und
muss auch für junge Familien attraktiv bleiben!" betont Dirk Mettler.
Auch der Eckwerte-Beschluss des Stadtrates, demzufolge keine neuen
Investitionsprojekte auf den Weg gebracht werden sollen, solange sich die
Finanzlage der Stadt nicht merklich verbessert hat, wird durch dieses Projekt
nicht tangiert. "In einem gemeinsamen Gespräch der damaligen Ratsmitglieder
Ute Hoffmann (SPD) und Bernd Coßmann (CDU) mit dem Oberbürgermeister
im Mai 2013 bestand Einigkeit darüber, dass es sich bei der Lehmkaul nicht um
ein neues Projekt handele. Schließlich ergab eine gemeinsame Anfrage der
Ratsfraktionen von CDU und SPD, dass bereits knapp 250.000 € in die
Lehmkaul investiert wurden", wissen die beiden Niederberger
Kommunalpolitiker zu berichten.